Korrektur des breiten Gesichts
Patient mit Kurzgesicht und Unterkieferrücklage.
Patient nach Verlängerung des Gesichts im Bereich des Oberkiefers und des Kinns und durch Vorverlagerung des Unterkiefers. Die Gesichtsproportionen sind jetzt normal.
Das breite Gesicht ist charakterisiert durch eine stark ausgebildete Kaumuskulatur (Masseter- und Temporalismuskel) mit oft sehr schmerzhaften atypischen Neuralgien, bedingt durch jahrelanges Zähnepressen. Dies entspricht einem jahrelangen „Bodybuilding der Kaumuskulatur“ durch isometrische Kontraktion derselben. Die massive Vergrösserung des Massetermuskels führt nicht nur zu einer unattraktiven Verbreiterung des Gesichts („brutales Aussehen“), sondern auch zu Funktionsstörungen (Mundöffnungsstörungen, Speichelstau der Ohrspeicheldrüse, Migräne durch Zähnepressen etc.). Zusätzlich kann ein vermindertes vertikales Längenwachstum des Oberkiefers mit kaum sichtbaren Zähnen vorhanden sein.
Behandlung
Die beste Behandlungsmethode besteht in der chirurgischen Entfernung der inneren Muskelabschnitte des Massetermuskels von der Mundhöhle her, die gefahrlos ist für den Gesichtsnerv und keine sichtbaren Narben hinterlässt. Gleichzeitig muss eine begleitende Therapie mit einer Spezialschiene (Anti-Press-MiniSplint) durchgeführt werden, um den „Teufelskreis des Pressens“ definitiv zu unterbrechen. Falls auch die Jochbein-/Jochbogenregion zu breit entwickelt ist, kann sie mittels Prof. Sailers eigener Methode verschmälert werden. Je nach Wachstumstyp muss das kurze Gesicht durch Tiefersetzen des Oberkiefers (mittels sog. LeFort-I-Osteotomie) und das niedrige Kinn in der vertikalen Ebene verlagert werden. Dabei muss ein besseres Sichtbarmachen der Oberkieferfrontzähne beim Sprechen und Lachen erreicht werden.
Gesichtsverschmälerung
Reduktion der Gesichtsbreite durch Reduktion der Kieferwinkelbreite oder der Jochbeine und des Wangenfettkörpers oder eine Masseterreduktionsplastik. Diese Eingriffe erfolgen alle vom Mund aus und hinterlassen keine sichtbaren Narben.
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Vorher: Patient mit Kurzgesicht und Masseterhypertrophie.
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Nachher: Harmonisierte Gesichtsproportionen durch Vorbewegung der Unter- und Oberkiefer, Kinnerhöhung und Reduktion der Kaumuskulatur (Massetermuskel) in einer Operationssitzung.
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Vorher: Patient mit Kurzgesicht und Masseterhypertrophie von vorn vor der Behandlung.
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Nachher: Verschmälerung des Gesichts durch Reduktion der Massetermuskeln von enoral, Vorbewegung des Ober- und Unterkiefers sowie Kinnerhöhung in einer Operationssitzung.

Erläuterungen von Prof. Sailer


