Korrektur von Kieferfehlstellungen

Unter Dysgnathien versteht man Wachstumsstörungen der Kiefer, die meist mit gestörter Zahnstellung einhergehen. Die Korrektur von Dysgnathien gehört zu den häufigsten Operationen an der Klinik Professor Sailer. Meistens muss der Ober- und Unterkiefer gemeinsam verlagert werden und meistens erfolgte vor der Operation eine kieferorthopädische Vorbehandlung. Seltener wird eine kieferorthopädische Behandlung nach der Operation vorgenommen. 20% unserer Operationen sind Wiederholungen, nachdem andernorts ein ähnlicher Eingriff durchgeführt wurde. 20% unserer Operationen finden bei Patienten statt, die früher ausschliesslich kieferorthopädisch behandelt wurden und mit der Gesichtsästhetik nicht zufrieden sind, obwohl die Zahnstellung optimal ist. Für diese Patientengruppe haben wir spezielle Operationsmethoden entwickelt, die ausgezeichnete ästhetische Ergebnisse ermöglichen, ohne die Zahnstellung zu verändern.

Korrektur von Progenie und Distalbiss

Es ist für den erfahrenen Chirurgen ohne Bedeutung, ob ein Distalbiss (Rücklage des Unterkiefers) oder eine Progenie (Vorbiss des Unterkiefers) vorliegt, entscheidend ist das Planungskonzept der Behandlung und das Ziel, ein attraktives Gesicht und eine normale bzw. funktionelle Zahnstellung zu erhalten.

Korrektur von Asymmetrien der Kiefer

Die Korrektur von Asymmetrien der Kiefer ist bedeutend schwieriger und stellt auch für den erfahrenen Chirurgen eine grosse Herausforderung dar. Die häufigsten Nachkorrekturen oder Zusatzoperationen finden sich bei diesen Gesichtsasymmetrien. Die Schwierigkeit liegt einerseits in der Deformierung des Unterkiefers mit häufig extrem schmalen aufsteigenden Ästen (Rami mandibulares), die sich nur mit grosser chirurgischer Erfahrung spalten lassen, andererseits in der Einstellung des Oberkiefer- bzw. Unterkieferkomplexes, die oft freihändig ohne Einstellungssplints durchgeführt werden muss. Für die Spaltung der aufsteigenden Unterkieferäste verwenden wir das Piezogerät, das mittels Ultraschall zwar den Knochen durchtrennt, aber dem im Knochen verlaufenden Nerv nicht schaden kann.

Perfekte Planung für perfekte Ergebnisse

Entscheidend für das Ergebnis sind intensive, meist mehrmalige Planungssitzungen mit dem Patienten, um ein gemeinsames ästhetisches Ziel zu erarbeiten. Meistens wünscht der Patient ein Vorgesicht (Anteface nach Prof. Sailer), das dem heutigen Schönheitsideal (ähnlich dem Profil der altägyptischen Königin Nofretete) entspricht. Prof. Sailer hat Methoden entwickelt, um auch aus einem Rückgesicht oder Durchschnittsgesicht ein hochattraktives Anteface zu schaffen. Heutigentags haben fast alle berühmten Schauspieler und Schauspielerinnen, Top Models und Beauty Queens ein nach vorn gewachsenes Gesicht: das Anteface (nach Prof. Sailer).

Vorher: Die Patientin stellte sich mit Wunsch nach einem Facelift vor, das jedoch in Anbetracht der Wachstumsstörung kein akzeptables Ergebnis erbracht hätte.
Vorher

Die Patientin stellte sich mit Wunsch nach einem Facelift vor, das jedoch in Anbetracht der Wachstumsstörung kein akzeptables Ergebnis erbracht hätte.

Nachher: Durch ein Reverse Facelift (nach Sailer) mit Rotation der Kiefer verschwanden ohne äussere Narben alle überschüssigen Weichteile, die Physiognomie wurde harmonisch und der optische Verjüngungseffekt betrug 10–15 Jahre.
Nachher

Durch ein Reverse Facelift (nach Sailer) mit Rotation der Kiefer verschwanden ohne äussere Narben alle überschüssigen Weichteile, die Physiognomie wurde harmonisch und der optische Verjüngungseffekt betrug 10–15 Jahre.

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