|
||
Wie gefährlich ist Botox? Patientin: Botox macht in letzter Zeit vermehrt Schlagzeilen, auch negative. Was können Sie über den sogenannten Faltenkiller sagen? Professor Sailer: Botox ist ein aufgereinigtes Botulinum Toxin vom Typ A, das die Muskulatur entspannt und die überflüssige Augen- und Stirnmimik reduziert, indem es die Kontraktion bestimmter Gesichtsmuskeln hemmt. Da Botox nur auf die spezifisch behandelten Muskeln wirkt, verschwinden die durch die Muskelkontraktion bedingten Falten, ohne dass der gesamte Gesichtsausdruck verändert wird. Wie lange hält die Wirkung denn an? Im Durchschnitt zwischen vier und sechs Monaten. Dann lässt die Wirkung langsam nach und Patienten können sich bei Bedarf erneut behandeln lassen. Ist das Spritzen nicht sehr schmerzhaft? Das Spritzen wird in der Regel nicht als schmerzhaft empfunden, man kann die zu behandelnden Gesichtspartien aber bei sehr schmerzempfindlichen oder ängstlichen Patienten auch vorbehandeln, damit jeglicher Schmerz ausgeschaltet wird. Der kleine Eingriff dauert nur ein paar Minuten. Bei empfindsamen Patienten bieten wir eine Analgesie-Narkose (Tiefschlaf) an. Was kann bei diesem Eingriff schiefgehen? Die Behandlung darf nur von einem Facharzt durchgeführt werden, der die funktionelle Anatomie des Gesichtes genau kennt und in einem sterilen klinischen Umfeld arbeitet. Dann kann nichts Unangenehmes passieren. In Hollywood liegen "Botox-Parties" schon seit längerer Zeit hoch im Trend. Können Schauspieler überhaupt Gefühle noch richtig herüberbringen, wenn das Gesicht maskenhaft glatt ist? Viele Schauspieler lassen sich gerade aus Business-Gründen kein Botox spritzen. Ein Beispiel dafür ist Jack Nicholson. Andere hingegen lassen sich Botox nur in drehfreien Zeiten spritzen, wo sie sich vermehrt auf dem Society Parkett bewegen müssen. Ist Botox auch für Männer geeignet? Aber sicher. Man kann ja sehr gezielt spritzen, also nur an Stellen, wo Falten absolut störend wirken. Ein Mann kann deswegen noch lange männlich-verwegen aussehen. |
||
| © 2004 Klinik Professor Sailer, Zürich/Switzerland. Alle Rechte vorbehalten. |