Komplexe Operationen der Augenhöhlen

Vorher
Vorher

In Behandlung: Zwischenzustand ein Jahr später mit geringer Vergrösserung der Augen- und Lidregion durch eingesetzten sog. Expander, der das Wachstum der Augenhöhle fördert.
In Behandlung

Zwischenzustand ein Jahr später mit geringer Vergrösserung der Augen- und Lidregion durch eingesetzten sog. Expander, der das Wachstum der Augenhöhle fördert.

Nachher: Die Patientin im Alter von 15 Jahren nach Abschluss der Behandlung mit normalgrosser Augenhöhle …
Nachher

Die Patientin im Alter von 15 Jahren nach Abschluss der Behandlung mit normalgrosser Augenhöhle …

… künstlichem Augapfel und feiner, aufgesteckter Augenschale.
Nachher

… künstlichem Augapfel und feiner, aufgesteckter Augenschale.

Augapfelersatz

Wenn ein Augapfel durch Unfall oder Tumor verloren gegangen und die Augenhöhle leer ist, entsteht ein grosses ästhetisches Problem, da die Augenlider kollabieren. Ein Glasauge kann dieses Problem nicht korrigieren, da es die nötige Unterstützung der Lider nicht ermöglicht. Prof. Sailer hat grosse Erfahrung mit dem Ersatz des verloren gegangenen Augapfels durch ein Hydroxylapatitimplantat. An dieses werden die Augenmuskeln fixiert, so dass sich der künstliche Augapfel synchron mit dem gesunden Auge bewegen kann und mit ihm ein aufgesetztes Kunstauge.

Korrektur des zurückliegenden Auges (Enophthalmus)

Nach Jochbeinbrüchen oder direktem Stoss auf das Auge kommt es trotz richtiger Behandlung immer wieder zu einem Zurücksinken des Augapfels mit herunterhängendem Oberlid. Das Auge sieht dadurch kleiner aus. Prof. Sailer korrigiert diesen Zustand ohne äusserlich sichtbare Narben durch Implantation von Lyoknorpelscheiben in die Augenhöhle mittels eines transconjunctivalen Zugangs.

Korrektur des vorstehenden Auges (Exophthalmus)

Die Überfunktion der Schilddrüse (Morbus Basedow) kann zu extrem vorstehenden Augen führen (durch Verdickung der Augenmuskeln). Prof. Sailer korrigiert diese gefährliche und ästhetisch störende Entwicklung durch Erweiterung der Augenhöhlen und Entfernung von Fettgewebe, so dass der Augapfel zurückweichen kann.
Exophthalmus existiert auch bei schweren Missbildungen wie Morbus Crouzon. Hier werden die Augen nicht in die Augenhöhlen rückverlagert, sondern bleiben in ihrer Position. Dafür werden die Augen durch Vorbewegung des Mittelgesichts (LeFort-3-Operation) geschützt und durch gleichzeitige Stirnvorbewegung (sog. Frontofacial Advancement) eine Verlängerung der Augenhöhlen erreicht. Bei schweren Gesichtsmissbildungen spielt die postoperative Ästhetik eine grosse Rolle, da diese vom Schicksal getroffenen Menschen das jahrelange Stigma ihrer Erkrankung endlich verlieren möchten.

Entfernung von Tumoren und Zysten innerhalb und ausserhalb der Augenhöhlen

Tumore und Zysten innerhalb der Augenhöhlen oder in benachbarten Regionen wie Kiefer- oder Stirnhöhlen führen meist zu einem vorstehenden oder verlagerten Auge und zu funktionellen Störungen. Prof. Sailer entfernt diese Veränderungen in der Augenhöhle über teilweise von ihm entwickelte Zugangswege, die keine äusserlich sichtbaren Narben hinterlassen.

Angeborenes Fehlen der Augenhöhle (Nichtanlage eines Auges)

Bei Nichtanlage der Augenhöhle und des Augapfels rekonstruiert Prof. Sailer die fehlende Augenhöhle (Orbita) durch einen sich ausdehnenden Spezialexpander. Danach wird der Augapfel durch ein Hydroxylapatitimplantat imitiert. Anschliessend erfolgt die Rekonstruktion der Lider, die Bindehaut wird durch freie Mundschleimhauttransplantation konstruiert. Eine vom Epithetiker gefertigte Kunstaugenschale komplementiert den Rekonstruktionsvorgang.

Reduktion von Tränensäcken

Bei Tränensäcken handelt es sich um aus der Augenhöhle hervortretendes Fett. Unser Vorgehen zur Entfernung des Fettes ist der transconjunctivale Zugang, d. h. ein Zugang an der Innenseite des Unterlides, um eine äussere Narbe und ein Ektropium zu vermeiden.

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