Schlafapnoe
Hier finden Sie alle Informationen über die gesundheitlichen Risiken des Schnarchens und der Schlafapnoe und über deren Heilung durch eine neu entwickelte Operationsmethode, das sog. Rotation Advancement (bimaxillary advancement). Starkes Schnarchen weist auf eine lebensbedrohliche Schlafapnoe hin, als Folge können Symptome auftreten wie Tagesmüdigkeit, Einschlafen am Steuer, Unkonzentriertheit, körperlicher Leistungsabfall durch Sauerstoffmangel im Blut.
Was ist Schlafapnoe?
Schlafapnoe ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, die man durch lautes Schnarchen und Atmungsstopps während des Schlafs erkennt. Den Patienten selbst sind diese Kennzeichen nicht bewusst, der Partner eines Menschen mit Schlafapnoe hingegen leidet meist sehr unter seinem lauten Schnarchen – getrennte Schlafzimmer sind oft ein untrügliches Zeichen für eine Schlafapnoe.
Ursache der Schlafapnoe

Schematische anatomische Darstellung der Schlafapnoe-Problematik: In aufrechter Körperhaltung sind die Atemwege eng, aber durchgängig. Bei stärkeren körperlichen Belastungen bekommt der Patient nicht genügend Luft bzw. Sauerstoff und fühlt sich sportlich nicht belastbar.

In liegender Stellung werden die engen Atemwege durch die nach hinten sinkende Zunge ganz verschlossen, die Atmung setzt aus, der Sauerstoffgehalt im Blut fällt ab, der ganze Organismus leidet. Die Lebenserwartung von Patienten mit Schlafapnoe ist bekanntermassen verkürzt.
Anatomisch ist die Zunge am Unterkiefer befestigt. Ist der Unterkiefer aber zu klein und nicht genügend nach vorne gewachsen (Rücklage des Unterkiefers), liegt auch die Zunge zu weit hinten und blockiert wegen Platzmangel die Atemwege. Die Patienten können in Rückenlage nicht schlafen, da die Zunge nach hinten fällt und wie ein Korken die Atemwege verschliesst.
Diese Rücklage des Unterkiefers ist sofort im Profil erkennbar (siehe Darstellungen rechts), denn auch das Kinn liegt zu weit hinten, häufig besteht ein Doppelkinn.
Symptome
Anzeichen für eine obstruktive Schlafapnoe:
- Lautes Schnarchen, von dem man selbst erwacht
- Tagesmüdigkeit
- Abgeschlagenheit
- Einschlafen am Steuer
- Konzentrationsmangel
- Sekundenschlaf
- Starkes, unregelmässiges Schnarchen mit mehr als 10 Atemaussetzern pro Stunde
- Antriebsarmut, Schwerfälligkeit und ständige Müdigkeit
- Unruhiger Schlaf, vermehrtes Wasserlassen und nächtliches Schwitzen
- Oft leiden die Patienten an Übergewicht, was das Schnarchen noch verstärkt. Ein nach hinten fliehendes kleines Kinn und ein Doppelkinn sind weitere Anzeichen, die in der Profilansicht einfach festgestellt werden können.
Folgen der Schlafapnoe und des Schnarchens
Die lebensbedrohlichen Folgen der obstruktiven Schlafapnoe sind bedingt durch den Sauerstoffmangel im Blut. Der Sauerstoffmangel kann während des Schlafs zum Absterben von Hirnzellen führen. Tagesmüdigkeit, Einschlafen vor dem Fernseher oder während des Autofahrens, Unkonzentriertheit, starker Leistungsabfall sind Alarmzeichen, die eine Schlafapnoe vermuten lassen. Die häufig übergewichtigen Patienten leiden an Bluthochdruck und sind hochgradig herzinfarkt- und schlaganfallgefährdet.
Typische Physiognomie bei Schlafapnoe und kleinem Unterkiefer und kurzer Kinn-/Halsdistanz. Der Patient wurde acht Jahre kieferorthopädisch behandelt mit Zahnextraktionen, er weist eine normale Zahnstellung auf.
Deutlich erkennbar sind die extrem engen Atemwege.
Zustand nach Rotation des Ober-/Unterkieferkomlexes und gleichzeitiger Nasenkorrektur.
Nach der Rotation von Ober- und Unterkiefer sind die Atemwege weit, die Schlafapnoe ist definitiv beseitigt.
Behandlung
Bei der Behandlung der Schlafapnoe-Erkrankung unterscheidet man eine kausale (ursächliche) und eine symptomatische.
Symptomatische Behandlung
Die symptomatische Behandlung besteht meistens im Tragen einer Atemmaske, die an einer Maschine angeschlossen ist, durch die ein zusätzlicher Druck beim Atmen aufgebaut wird, damit genügend Luft in die Lunge gelangt. Dadurch wird ein gewisser Überdruck im Lungenraum aufgebaut, der wiederum Komplikationen auslösen kann. Es gibt CPAP-Geräte, die man auf Reisen mitnehmen kann, jedoch vertragen viele Patienten im Laufe der Zeit diese Behandlung mit der umgeschnallten Atemmaske nicht.
Eine weitere Behandlung besteht in der Anwendung von Protrusions-Schienen, d. h., prothesenähnlichen Kunststoffgeräten, die den zurückliegenden Unterkiefer in eine Vorbiss-Stellung zwingen. Daraus resultieren häufig schmerzhafte Schäden an den Kiefergelenken durch die Dauerluxationsstellung des Kieferköpfchens und des Diskus im Gelenk.
Operationen zur Verbesserung der Nasendurchgängigkeit oder gefährliche Massnahmen mit dem Laser am weichen Gaumen und den Gaumenbogen führen nicht zur Heilung einer Schlafapnoe.
Ursächliche Behandlung
Die ursächliche Behandlung der obstruktiven Schlafapnoe besteht in der operativen Vorbewegung der Kiefer, so dass Platz für die Zunge geschaffen wird und die oberen Luftwege sich öffnen. Durch eine Ober-/Unterkiefer-Vorverlagerung erweitern sich die oberen Atemwege, was unmittelbar nach der Operation zu einer raschen Verbesserung des Gesundheitszustands führt. Der Patient kann wieder gut schlafen, die normale hohe Sauerstoffsättigung führt zur Erholung des Herz- Kreislauf-Systems, das Schnarchen verschwindet.
Als angenehme Nebenerscheinung geht jede Ober-Unterkiefer-Verlagerung immer mit einer Attraktivitätssteigerung einher und durch die vorübergehend eingeschränkte Nahrungsaufnahme nach dem Eingriff tritt meist eine starke Gewichtsreduktion von mindestens fünf bis zehn Kilogramm ein.
Operation
Alle Eingriffe werden mittels eines Modells millimetergenau geplant und bei der Operation exakt auf den Patienten übertragen. Dabei ist die Erfahrung des Operateurs von entscheidender Bedeutung. Dem Patienten wird zudem die Möglichkeit gegeben, eine digitale Fotoplanung seiner Behandlung vornehmen zu lassen. So bekommt er eine gewisse Vorstellung der geplanten Optimierung seines Aussehens und kann sich vorher damit auseinandersetzen.
Bitte besuchen Sie zum Thema Schnarchen und Schlafapnoe auch unsere Website www.schluss-mit-schnarchen.info.
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Vorher: Patient, der unter Schnarchen und Schlafapnoe mit Rücklage des Unterkiefers leidet. Bereits vier Mal wurde zur Verbesserung der Schlafstörung erfolglos die Nase operiert.
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Vorher: Das Fernröntgenbild zeigt die extreme Verengung der Atemwege (siehe Pfeile).
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Nachher: Nach der Ober-/Unterkieferrotation sind die Atem- wege weit geworden, die Gesichtsproportionen sind deutlich attraktiver.
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Nachher: Das Fernröntgenbild zeigt die massive Erweiterung der Atemwege (siehe Pfeile).
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Vorher: Patientin mit einer schweren Schlafapnoe vor der Operation. Das Profil zeigt deutlich das zu kleine, zurückliegende Kinn, eines der Anzeichen für eine Schlafapnoe-Erkrankung.
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Nachher: Kein Schnarchen mehr, dafür gewonnene Attraktivität und beruflicher Erfolg nach der Operation.
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Vorher: Profil bei Schlafapnoe mit kleinem Unterkiefer und Kinn.
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Nachher: Infolge der Operation bestehen normale Gesichtsproportionen.
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Vorher: Extreme Rücklage des zu kleinen Unterkiefers bei kieferorthopädisch hergestellter normaler Zahnstellung, jedoch starker Kippung der unteren Frontzähnen nach vorne.
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Nachher: Patient nach Rotation Advancement (nach Sailer, bimaxillary advancement) und Kinnkorrektur. Die engen Atemwege sind normal weit, das Gesicht ist attraktiv.

Erläuterungen von Prof. Sailer
Fallstudie
Schlafapnoe-Broschüre (PDF)
www.schluss-mit-schnarchen.info


