Zysten

Zysten sind mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume im Knochen oder in den Weichteilen. Die Diagnose der verschiedenen Zysten findet histologisch statt anhand der sie auskleidenden Zystenmembran, dem sog. Zystenbalg. Zysten dehnen sich langsam aus und zerstören Knochen und lockern Zähne.

Besonderheiten bei Zysten in der Kieferregion

In der Kieferregion gibt es als Besonderheit jene Zysten, die von den Zähnen und den Zahnanlagen ausgehen. Zu erwähnen sind hier auch die zystischen Tumoren der Zahnanlagen, die immer eine Entfernung mit einem Sicherheitsabstand erfordern, andernfalls kommt es zu Rezidiven, d. h. der Tumor wächst wieder. Die Behandlung der gutartigen Zysten hängt von der Diagnose und der Grösse der Zyste ab. Kleine Zysten können insgesamt entfernt werden, grosse Zysten werden meist erst eröffnet (Zystostomie oder Marsupialisation), so dass der innere Druck verschwindet. Danach verkleinert sich die Zyste und kann nach einigen Monaten entfernt werden. Der Knochendefekt muss durch Eigenknochen oder lyophilisierten Knorpel (Lyoknorpel) gefüllt werden.

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